Der technologische Rahmen ist mit RISE with SAP, der BTP und dem Clean Core gesetzt. Doch während die Roadmap der SAP steht, scheitern Projekte oft an einem unterschätzten Faktor, einer veralteten Personalstrategie. In der Cloud-Ära ist die Expertenwahl kein reines Recruiting mehr, sondern kritisches Risikomanagement.

Vom „Customizer“ zum „Cloud-Architekten

Modifikationen verbiegt, wird heute zum Risiko. Moderne Cloud-Migration erfordert Experten, die ein neues Mindset mitbringen:

  • Sie fokussieren sich auf eine saubere Architektur und Schnittstellen zur BTP, anstatt Code direkt im Kern zu platzieren.
  • Sie beherrschen den SAP-Standard so exzellent, dass sie Modifikationen durch prozessuale Intelligenz überflüssig machen.
  • Sie verstehen, dass Individualität heute „side-by-side“ und nicht mehr „in-app“ stattfindet.

Das Risiko der falschen Expertenwahl

Wer mit einem reinen „On-Premise-Denken“ in die Cloud migriert, provoziert ein „Dirty Cloud“-Szenario mit teuren Folgen.

Individueller Code im falschen Bereich verhindert automatische Release-Zyklen und blockiert den Zugriff auf Innovationen wie Embedded AI (Joule). Zudem ist der nachträgliche Rückbau von Fehlentwicklungen auf der BTP um ein Vielfaches teurer als eine saubere Architektur von Beginn an.

Die neue Kernkompetenz: Diplomatie & Change

Der technische Erfolg entscheidet sich oft im Meeting mit dem Fachbereich. Ein moderner SAP-Experte muss heute erklären können, warum ein gewohnter Prozess zugunsten der langfristigen Agilität aufgegeben werden muss. Diese Kombination aus technischem BTP-Verständnis und hoher Beratungskompetenz ist das „Top-Profil“ des Jahres 2026.

Eine Cloud-Strategie ist nur so gut wie die Menschen, die sie umsetzen. Der Weg zum Clean Core beginnt nicht bei den Lizenzen, sondern bei der richtigen Talentstrategie.

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